| Auftraggeber & Bauherr | OPES Business Park am Oberwiesenfeld GmbH |
| Nutzung | Bürogebäude |
| Entwurf | Lang Hugger Rampp |
| Planung | LPh 1 - 5 |
| Bauzeit | 2026 |
Vorentwurfsplanung bis zur Genehmigungsplanung unter der neu entwickelten Dachmarke „WOODS“. Büro- und Verwaltungsgebäude in Holzbauweise unter dem Fokus eines geringen CO2-Fußabdrucks und Rückbaubarkeit.
Das Bürogebäude wird in einer modernen Holz-Hybridbauweise realisiert und erstreckt sich über das Erdgeschoss sowie vier Obergeschosse. Das Untergeschoss ist teilunterkellert, während das Erdgeschoss und das Untergeschoss in robuster Stahlbetonbauweise ausgeführt sind. Die oberen Geschosse werden in einer Holzständerbauweise mit einem tragenden Holzskelett errichtet, was dem Gebäude eine zeitgemäße, nachhaltige und zugleich architektonisch anspruchsvolle Ästhetik verleiht. Das Design wird durch den markanten vorgesetzten Stahlbalkon geprägt, dessen geneigte Dächer nicht nur als funktionaler Sonnenschutz dienen, sondern auch das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes maßgeblich definieren. Die Integration von Holzlamellen an der Fassade hebt den natürlichen Charakter des Bauwerks hervor und schafft eine harmonische Verbindung von Funktionalität und Ästhetik.
Die Erschließung des Gebäudes erfolgt über zwei Treppenhäuser sowie zwei Aufzüge, die eine barrierefreie Zugänglichkeit ermöglichen. Das Erdgeschoss ist in zwei funktionale Bereiche unterteilt: den Eingangsbereich mit Nebenräumen und eine großzügige Konferenzzone. Der überdachte, offene Parkbereich mit 16 Stellplätzen bietet komfortable Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Gebäude.
Auch eine Überprüfung und Quantifizierung der Kreislauffähigkeit anhand des DGNB Gebäuderessourcenpasses hat geholfen, große Stellschrauben zu identifizieren hinsichtlich Demontagefähigkeit, Wiederverwendbarkeit aber auch des Einsatzes von Re-Use Materialien, beispielsweise im Beton und Innenausbau.
Zudem wurden durch eine Klimarisikoanalyse die klimawandelbedingten Worst-Case-Szenarien bis ins Jahr 2085 identifiziert und entsprechend Anpassungen in der Planung getroffen, um ein langfristig resilientes Gebäude zu schaffen. Die primären Klimagefahren sind Hitzewellen und Hitzestress sowie Winterstürme und starker Hagel. Schutzmaßnahmen sind beispielsweise die hagelresistente PV-Anlage und die Bemessung der Fassadenverankerung nach nächsthöherer Windlastzone.
Durch die gezielte Auswahl schadstofffreier Baumaterialien wird sichergestellt, dass die künftigen MieterInnen gesunde Innenräume und ein gutes Raumklima bekommen.
Das Ziel ist die freiwillige Konformität mit den Vorgaben der EU-Taxonomieverordnung (ESG) an nachhaltige Gebäude.
Für mehr Infos zum Projekt WOODS Next Office Generation:
https://woods.world
Neben der Architekturplanung dürfen wir das Projekt WOODS - next office generation der OPES Immobilien Gruppe auch im Rahmen einer Nachhaltigkeitsberatung durch LHReco begleiten. Der Holz-Stahlbeton-Hybridbau wurde bereits ab der Leistungsphase 2 ökobilanziell begleitet und durch das Aufzeigen von Stellschrauben und Alternativprodukten der CO2-Fußabdruck deutlich reduziert. Dadurch ist das Bauwerk in der Herstellungsphase annähernd klimaneutral. Auch das Ende des Lebenszyklus haben wir mitgedacht und streben die vollständige Rückbaubarkeit von Innenausbau und Holztragwerk an – denn hier liegt ein hohes Potential der Wiederverwendung inklusive Rohstoffrestwert!