| Auftraggeber | Geiger Schlüsselfertigbau GmbH & Co. KG |
| Bauherr | Quest Investment Partners |
| Nutzung | Bürogebäude & Gastronomie |
| Entwurf | CSMM GmbH |
| Planung | LPh 5 |
| Bauzeit | 2024 |
Das Gebäude ist nicht denkmalgeschützt und liegt nicht im Bereich des Ensembleschutzes. Der direkt nördlich angrenzende Nachbar in der Leopoldstraße 9 ist als Einzeldenkmal eingetragen.
Ausgangspunkt für das Bauvorhaben „Sanierung und Erweiterung eines Büro- und Geschäftshauses mit Tiefgarage und Gastronomie“ bildete das Bestandsgebäude aus dem Jahr 1982. Das Grundstück befindet sich an der Stadtteilgrenze zwischen Maxvorstadt und Schwabing in prominenter Lage am Beginn der Leopoldstraße.
Schäden an der Bestandsfassade und der Zustand des Innenausbaus machten es notwendig, das bestehende Gebäude grundlegend zu sanieren.
Der Bauherr wollte bewusst keinen Neubau erstellen, sondern, wie in diversen anderen realisierten Projekten, im Hinblick auf die Nachhaltigkeit, die Bestandssubstanz so gut es ging erhalten und so ressourcenschonend, wie möglich sanieren.
Die Nutzung des Gebäudes als Bürofläche bzw. im Erdgeschoss als gewerbliche Fläche und Gastronomie sollte weiter erhalten bleiben. Insbesondere die Gastronomie im EG sollte in ihrer Art, Größe, Anmutung und Bedeutung weiter erhalten bleiben.
Der 6-geschossige Solitär aus den 80-iger Jahren bestand aus fünf Geschossen zuzüglich eines Walmdachs, welches ein weiteres Bürogeschoss sowie darüber eine zusätzliche Ebene mit Technik und Lagerflächen aufweiste. Die Gebäudehöhe der Bestandsimmobilie entspricht mit 24,11 m Firsthöhe größtenteils den Gebäuden auf der westlichen Seite der Leopoldstraße im Abschnitt zwischen Georgen- und Franz-Josef-Straße. Die Gebäude auf der gegenüberliegenden, östlichen Seite der Leopoldstraße weisen zumeist eine höhere Traufkante, Giebel- und Gaubenlandschaft auf.
Das Objekt sollte durch die Generalsanierung eine behutsame Umwandlung erfahren, welche die Voraussetzungen für einen zukunftstauglichen Bürostandort schaffen sollte. Im Zuge der Sanierung sollte der Bestand größtenteils erhalten bleiben.
Die zwingend sanierungsbedürftige Fassade bzw. das bestehende Dach als Sargdeckel sollten rückgebaut, in den beiden oberen Ebenen konstruktiv ersetzt sowie in der Erscheinung gesamtheitlich neugestaltet werden.
Das Sanierungskonzept sah vor, die Gebäudevolumen ab dem 5. Obergeschoss zu staffeln. Dabei wird die Grundkubatur in vier ablesbare Volumina gegliedert, welche unterschiedlich zueinander verschoben sind.